Sonntag, 29. November 2015

Swing-Nacht in Nörten-Hardenberg: Hommage an Frank, Jimi und Udo - HNA Artikel vom 29. November 2015

Nörten-Hardenberg. Die achte Swing-Nacht der Bigband Presto im Nörtener Atrium war zweimal ausverkauft.


Ausgelassen: Zum Schluss-Song „Let it snow“ (Lass’ es schneien) alberten Dirigent Christian Archontidis mit den Vokalisten Pauline Gildein, Mathias Gotthardt und Friederike Hilke in Nikolausmützen herum (von links). Foto:  Eriksen


„Wir haben beschlossen, heute Abend kein politisches Statement abzugeben“, sagte Mathias Gotthardt, bewährt-lockerer Conférencier der Bigband Presto bei der achten großen Swing-Nacht im Hardenberger Atrium. Dann zog er seine Jacke aus, und man sah die T-Shirt-Aufschrift „Refugees Welcome“ (Flüchtlinge willkommen). Das Publikum applaudierte begeistert.

Überhaupt kam man bei der Hommage an Frank Sinatra, der in diesen Tagen vor 100 Jahren geboren wurde, aus der Begeisterung und den Beifalls-Stürmen nicht heraus. Die drei Stunden bis zur zweiten Zugabe verflogen wie im Nu.

„Frank & Friends“ lautete der Titel des Programms. Der Begriff „Freunde“ wurde recht weit ausgelegt, sehr zur Freude des Publikums, das plötzlich die mitreißende Erkennungsmelodie von Thomas Reich zum Aktuellen Sportstudio erkannte. Auch des Ausnahme-Gitarristen, Komponisten und Sängers Jimi Hendrix, der vor 73 Jahren geboren wurde und mit gerade mal 27 Jahren starb, wurde mit dem Titel „Little Wing“ gedacht.

Natürlich erklangen viele große Hits von Frank Sinatra, makellos gesungen von Pauline Gildein - sie trug zu jedem Song ein anderes Outfit -, Friederike Hilke, Henning Froböse und Mathias Gotthardt. Nicht fehlen durfte „New York, New York“.

Auf diesen Evergreen folgte „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens, gesungen von Henning Froböse, natürlich im weißen Bademantel. Damit ehrte Presto den vor einem Jahr gestorbenen erfolgreichen Musiker, Sänger und Komponisten.

Quirliger Dirigent

Zum ersten Mal stand Christian Archontidis als Nachfolger von Fabian Haller am Pult, obwohl „stand“ das falsche Wort ist, denn der quirlige Dirigent hüpfte und tanzte die meiste Zeit und sang die Titel mit. Das hervorragende, professionell spielende Orchester setzte präzise seine Anweisungen um. So viele Musikerinnen und Musiker traten auch solistisch hervor, dass eine Aufzählung zu umfangreich würde.

Eingeleitet wurde das Konzert durch eine Art „Tagesschau“ auf einer Großleinwand mit dem Lebenslauf von Frank Sinatra, gewürzt mit vielen Originalaufnahmen. Beide Aufführungen der achten Swing-Nacht der Wolbrechtshäuser Bigband Presto waren ausverkauft.