Sonntag, 4. November 2007

HNA Artikel "Gospel-Swing im Cafe Novalis"

"Presto" und "Der Chor" hatten beim Konzert in Nörten ein volles, begeistertes Haus
Von Anne-Lise Eriksen

Nörten-Hardenberg. Die Aula der Nörtener Novalis-Schule hatte sich trotz seiner Größe in ein gemütliches Café verwandelt, wo sich die begeisterten Zuhörer bei Kerzenschein und Getränken unterhalten ließen. Schon Tage vorher war das gemeinsame Konzert der Big Band "Presto" und der Gospelchor "Der Chor" ausverkauft.
Den ersten Teil bestritt die Northeimer Gospelformation, die trotz aufwendiger Tontechnik leichte Probleme mit der Akustik hatte. Nörtener Chöre wissen es vom Novalis-Singen: Wenn man zu weit hinten steht, bleibt der Sound unter der Bühnendecke hängen. Die rund 25 Sängerinnen und Sänger brachten unter der Leitung ihres Dirigenten Matthias Vespermann ihre flotten Arrangements, die durch Solisten aus Chor und Band aufgelockert wurden, mit gewohnter Begeisterung dar.
Klatschen und Wippen
Waren im Gospelteil hauptsächlich die Hände beim Mitklatschen in Bewegung geraten, regte die 18-köpfige Bigband aus Wolbrechtshausen die Füße an. Es war einfach unmöglich, nicht mitzuwippen bei ihren präzise gespielten, groovigen Swingtiteln. Auch hier traten Bandmitglieder solistisch mitreißend hervor. Markus Klein von den Wolbrechtshäuser Musikanten dirigierte souverän. Er war kurzfristig für Oliver Bron eingesprungen, der bei seiner Frau im Kreißsaal war.
Die letzten drei Nummern des Konzerts bestritten Band und Chor dann gemeinsam. Ein Nicht-Musiker hört, ob etwas gut ist oder nicht. Wie viel Arbeit es kostet, weiß er meistens nicht. Daher war es gar nicht verkehrt, vor einem der Titel darauf hinzuweisen, dass in den nächsten vier Minuten die, teilweise gemeinsame, Probenarbeit eines halben Jahres steckte.
Junges Publikum begeistert
Auf der Empore hatten einige Kinder zugehört. Henrik Metje (zwölf Jahre) aus Hardegsen, dessen Mutter und Schwester mitsangen, hatte am Anfang das gemeinsame Musizieren von Band und Chor unvorstellbar gefunden und war angenehm überrascht.
Irmela Helbig (neun) aus Moringen wollte eigentlich gar nicht mitkommen und wurde mit einer Pizza überredet. Es hatte ihr aber dann doch gefallen, ebenso wie ihrer Schwester Rieke (zehn) und ihrer gemeinsamen Freundin Helena Busch aus Großenrode (neun), die sie zufällig beim Konzert trafen.