Montag, 20. November 2006

Burgkonzert 2006 - HNA-Artikel

Junge Bläser, alte Mauern
Wolbrechtshäuser Jugendblasorchester feierte 25. Geburtstag beim Presto-Konzert.
Neue Musik in altem Ambiente: Das Jugendblasorchester des Wolbrechtshäuser Musikvereins feierte beim Konzert im Muthaussaal der Burg Hardeg sein 25-jähriges Bestehen.
Hardegsen. Dicht an dicht standen die Stuhlreihen im Muthaussaal der Burg Hardeg. Trotzdem reichten die Plätze nicht für alle Besucher beim Konzert der Wolbrechtshäuser Bigband Presto. Die 22 Musikerinnen und Musiker hatten Mühe, sich zwischen den Zuschauern auf den hinteren Stehplätzen durchzuzwängen, um auf die Bühne zu gelangen.
Als sie es geschafft hatten, spielten sie als erstes "Up To Date", die bekannte Erkennungsmelodie des Aktuellen Sportstudios im ZDF. Danach schoss ein jugendlicher Fußballer zum Gaudi des Publikums einen Ball in die Menge. Der Ausgewogenheit wegen stellte der Moderator des Abends Patrick Walther anschließend fest, das Publikum säße in der ersten Reihe, womit die ARD auch zu ihrem Recht kam.
Hohes Niveau
Mitreißend und auf hohem Niveau bot die 1993 gegründete Formation unter der Leitung von Oliver Bron einen breiten Querschnitt der Bigband-Literatur. Hits wie "Bye Bye Love" kamen ebenso vor wie "On The Street Where You Live" aus "My Fair Lady", "Summertime" aus Gershwins Oper "Porgy and Bess" und "Johnny's Mambo" aus dem Film "Dirty Dancing". 13 Orchestermitglieder traten solistisch hervor, Matthias Gotthardt als Sänger. Nicht ohne Zugaben ließ das begeisterte Publikum die Bigband gehen.
Zuvor hatte das Jugendblasorchester des Wolbrechshäuser Musikvereins sein 25-jähriges Bestehen auf der Bühne gefeiert. Unter den zwei Dirigenten Marc Häßner und Markus Klein spielte die Nachwuchsformation - hier und da durch ein paar Erwachsene verstärkt - ein fast einstündiges Programm. Am besten kam "The Lord Of The Dance" beim Publikum an.
Zuvor hatte Häßner, indem er die 29 Orchestermitglieder als "Vortänzer" einsetzte, mit dem Publikum das richtige rhythmische Klatschen geübt.
"Mer san net in Bayern, mer san beim Jazz", erklärte er augenzwinkernd.
In seiner Begrüßung wies Holger Froböse, Vorsitzender des Wolbrechtshäuser Musikvereins, darauf hin, dass insgesamt elf Fachkräfte die einzelnen Instrumentengruppen trainieren und auch Einzelunterricht erteilen. (zäl)